SV Turm Lahnstein

Schach am Rhein-Lahn-Eck

A-Klasse: 4-1 gegen Hunsrück II

Bevor das Spiel anfing bekam ich erstmal einen Schock. Mit dem Auto vor der Schule angekommen, war der Eingang zur Schule für Autos und Fußgänger gesperrt. Kam man überhaupt hier hinein? Zweimal rund um den Block, klar die Parkplätze waren rar gesät, wenn der Schulhof nicht genutzt werden kann. Hinten herum kam man glücklicherweise herein, hoch, schnell aufgebaut, im Laufschritt wieder runter und da liefen auch schon verwirrte Hunsrücker um das Gelände.Alles gut gegangen und wir konnten die Partien pünktlich starten. Schnell, aber leider nicht gut, ging es bei Joshua am Brett zu. Nach zuletzt sehr starken Partien bei der Vereinsmeisterschaft verlor er im Getümmel schon kurz nach der Eröffnung eine Figur. Irgendwie hat er wohl eine Schachfee in diesen Wochen zur Seite. Ohne Not setzte sein Gegner seinen Turm auf g1. Joshua konnte mit der Dame auf d6 den König auf h2 angreifen, einziger Zug Kh1 und Sf2 matt…..1-0 für Lahnstein. Colin hatte einen Sahnetag erwischt. Von Beginn an setzte er mit Weiß seinen Gegner unter Druck und entschied die Partie im Königsangriff. Angesicht der Tatsache, dass der Hunsrücker über 300 DWZ (Deutsche Wertungszahl) mehr hatte, war das schon eine Überraschung und eine ganz starke Leistung von Colin. Jonathan, eine Stunde zuvor noch in Ochtendung die U12 gewonnen, hatte ebenfalls ein schachlich richtig tolles Wochenende. Nach gelungener Eröffnung gewann er einen Bauern, aber wegen der ungleichfarbigen Läufer und wohl auch unserer Führung, bot er in besserer Stellung Remis, was der Gegner gerne annahm. Nach Verwicklungen im Mittelspiel konnte ich einen Bauern gewinnen. Der Hunsrücker steuerte nun zielsicher ein Springerendspiel an, was ihm keine Remischancen bot. Zuletzt kämpfte noch unser Teilnehmer an den nächsten Deutschen Jugendmeisterschaften David. In der Eröffnung wählte er eine Isolanistellung. Hier ist es wichtig seine Figuren auf dem Brett zu halten und den Raumvorteil durch den Bauern für einen Angriff zu nutzen. Das gelang David nicht und durch weiteren Figurentausch wurde seine Bauernstellung zusätzlich geschwächt. Wie gewohnt kämpft David im Turmendspiel wacker und verdiente sich einen halben Punkt, 4-1 für Lahnstein. Mit 10-6 Punkte liegen wir in Sichtweite der Spitze, aber bei einer verbleibenden Runde sind unsere Chancen auf die Meisterschaft rein theoretisch.

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